Mit Blick auf die Zukunft war für die Familie Olthuis klar, dass sich etwas ändern musste.
„Wenn wir mit unserem Milchviehbestand wachsen wollen, muss sich auch die Kälberaufzucht grundlegend verändern.“
„Durchfall war bei uns eigentlich nie ein großes Problem. Doch sobald die kalte Jahreszeit begann, traten immer wieder Atemwegserkrankungen auf.“ Für die Familie Olthuis aus 1e Exloërmond war das ein deutliches Zeichen dafür, dass das Stallklima nicht optimal war. Zugluft und Kaltlufteinfall in der alten Kälberhaltung ließen sich trotz verschiedener Anpassungen nicht dauerhaft verhindern.
„Wir haben vieles ausprobiert. Irgendwann haben wir uns gesagt: Wenn wir mit unserem Milchviehbestand wachsen wollen, muss sich auch die Kälberaufzucht grundlegend verändern.“ Diese Entscheidung führte schließlich zum Bau eines komplett neuen Kälberbereichs mit einem Topcalf Kälberstall und Quattro-Kälberhütten.

„Durchfall war bei uns eigentlich nie ein großes Problem. Doch sobald die kalte Jahreszeit begann, traten immer wieder Atemwegserkrankungen auf.“ Für die Familie Olthuis aus 1e Exloërmond war das ein deutliches Zeichen dafür, dass das Stallklima nicht optimal war. Zugluft und Kaltlufteinfall in der alten Kälberhaltung ließen sich trotz verschiedener Anpassungen nicht dauerhaft verhindern. „Wir haben vieles ausprobiert. Irgendwann haben wir uns gesagt: Wenn wir mit unserem Milchviehbestand wachsen wollen, muss sich auch die Kälberaufzucht grundlegend verändern.“ Diese Entscheidung führte schließlich zum Bau eines komplett neuen Kälberbereichs mit einem Topcalf Kälberstall und Quattro-Kälberhütten.
Auf dem Milchviehbetrieb der Familie Olthuis arbeiten Arjan, Jeroen und ihre Eltern gemeinsam in einer Betriebsgemeinschaft. Mit 125 Milchkühen und rund 100 Stück Jungvieh bauen sie ihren Betrieb Schritt für Schritt für die Zukunft aus. Ihr Ziel ist es, den Bestand aus der eigenen Nachzucht auf rund 170 Milch- und Jungkühe zu erweitern. Gemolken wird künftig mit drei neu installierten Lely A5 Next-Melkrobotern. Der entsprechende Stallumbau befindet sich derzeit in vollem Gange.
Obwohl Arjan an drei Tagen pro Woche als Servicetechniker für Melktechnik arbeitet und Jeroen in Vollzeit bei einem Lohnunternehmen beschäftigt ist, beginnt jeder Arbeitstag zu Hause auf dem Hof. „Zuerst kontrollieren wir die Kühe am Melkroboter, füttern die Tiere und versorgen die Kälber. Danach fahren wir beide zur Arbeit. So läuft es bei uns jeden Tag.“
Erfahrungen bei anderen Milchviehhaltern sammeln
Nachdem die Entscheidung für eine Investition in eine neue Kälberhaltung gefallen war, wollten Arjan und Jeroen zunächst Erfahrungen aus der Praxis sammeln. „Wir haben mehrere Milchviehbetriebe besucht. Das ist eigentlich das Beste, was man machen kann. Man sieht, wie die Systeme im täglichen Einsatz funktionieren, und hört die ehrliche Meinung der Landwirte, die jeden Tag damit arbeiten.“
Über seine Arbeit wurde Arjan auf die Kälberhaltung von Topcalf aufmerksam. „Ich habe die Kälberhütten bei einem Milchviehbetrieb gesehen. Sie machten einen sehr robusten Eindruck. Anschließend haben wir Kontakt mit dem Topcalf-Händler Schrijver aufgenommen und einen Referenzbetrieb besucht.“
Nach diesem Besuch war die Entscheidung schnell getroffen. „Man sieht sofort, dass die Qualität stimmt und alles sehr robust gebaut ist. Die Betonwände erleichtern das Ausmisten mit dem Hoflader, und die Kunststoffpaneele lassen sich einfach sauber halten. Das hat uns sofort überzeugt.“
Am 25. Juli 2025 wurden die Quattro-Kälberhütten und der Topcalf Kälberstall in Betrieb genommen.
„Die Betonarbeiten haben wir an einen Fachbetrieb vergeben – das musste einfach perfekt sein. Beim Aufbau der Stahlkonstruktion haben wir den Monteur unterstützt.“

Die ersten Ergebnisse sind sichtbar
Ein Jahr später blicken Arjan und Jeroen mit einem guten Gefühl auf ihre Investition zurück. „Wir haben unsere Entscheidung keinen einzigen Tag bereut. Seit der Umstellung hat sie uns unglaublich viel gebracht.“ Auch die Ergebnisse bestätigen das. Nach den Auswertungen ihres Jungviehspezialisten liegen die Kälber im Topcalf Kälberstall inzwischen rund 10 % über dem angestrebten Körpergewicht.
Nach etwa drei Wochen wechseln die Kälber von der Quattro-Kälberhütte in den Topcalf Kälberstall, wo sie mindestens vier Monate in denselben Gruppen bleiben. „Jetzt befindet sich alles an einem Ort. Das sorgt für deutlich mehr Übersicht und künftig liegt der Kälberbereich auch noch direkt auf dem Weg zum Melkroboter.“
„Wir lassen die Kälber möglichst lange in derselben Gruppe. So vermeiden wir Stress, der durch das Trennen der Tiere entstehen kann.“
Ein frischeres Klima in der Außenhaltung
„Im ersten Jahr muss man natürlich erst einmal Erfahrungen sammeln.“ Eine Erkenntnis hatten sie jedoch schnell gewonnen: „Ein Umlaufsystem für die Tränke im Kälberstall ist in den Wintermonaten wirklich unverzichtbar.“
Von der Außenhaltung sind Arjan und Jeroen inzwischen vollkommen überzeugt. „Das Stallklima ist einfach deutlich frischer. Durch die Lüftungsschieber wird die Luft kontinuierlich ausgetauscht, sodass keine stickige Luft entsteht.“ Die Schieber bleiben vom Frühjahr bis in den Herbst geöffnet. „Das funktioniert bei uns hervorragend.“
Auch die praktischen Details überzeugen im täglichen Einsatz. „Wenn man ein Kalb an den Tränkeeimer setzt, kann man die Hütte problemlos wieder verlassen. Das klingt nach einer Kleinigkeit, macht die tägliche Arbeit aber deutlich angenehmer.“ Dank der verlängerten Seitenwände und des Dachüberstands bleibt Regen weitgehend draußen, sodass die Kälber trocken liegen. „Im Winter stellen wir die Hütten einander gegenüber auf, damit sie zusätzlich vor Wind geschützt sind.“
Warum ist eine gute Belüftung für junge Kälber so wichtig?
Junge Kälber reagieren besonders empfindlich auf ein schlechtes Stallklima. Viele Milchviehhalter denken dabei vor allem an niedrige Temperaturen, doch schlechte Luft verursacht häufig größere Probleme als Kälte. Eine unzureichende Belüftung führt dazu, dass sich Feuchtigkeit, Wärme und Schadgase im Stall ansammeln. Dadurch steigt das Risiko für Atemwegserkrankungen deutlich.
Eine gute Belüftung führt verbrauchte Luft kontinuierlich ab und sorgt jederzeit für frische Luft, ohne Zugluft zu verursachen. Im Sommer trägt sie zusätzlich dazu bei, Hitze und stickige Luft abzuleiten. Im Winter kommen Kälber mit niedrigen Temperaturen gut zurecht, sofern sie trocken liegen und vor Zugluft geschützt sind. Eine dicke Stroheinstreu und gegebenenfalls eine Kälberdecke helfen dabei, die Körpertemperatur zu halten.
Ein durchdachtes Lüftungskonzept trägt somit zu gesunden Lungen, einer höheren Futteraufnahme, besseren Zunahmen und einer optimalen Entwicklung der späteren Milchkuh bei. Deshalb zählt eine gute Belüftung zu den wichtigsten Grundlagen einer erfolgreichen Kälberaufzucht.
„Wenn man investiert, hofft man natürlich, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.“
Die Hitzewelle Ende Juni wurde direkt zum Praxistest
Auch während der heißen Tage Ende Juni zeigte die Kälberhaltung ihre Stärken. Während viele Milchviehhalter besonders auf Hitzestress achten mussten, tranken die Kälber auf dem Betrieb der Familie Olthuis weiterhin problemlos. „Bei warmem Wetter füttern wir dreimal täglich kleinere Portionen und sorgen immer für frisches Wasser. Wenn wir bei einem Kalb unsicher sind, geben wir sofort Elektrolyte.“ Dank des frischen Stallklimas, der trockenen Liegeflächen und der guten Belüftung hielt sich auch die Fliegenbelastung nach ihrer Erfahrung in Grenzen.
Nach einem Jahr fällt das Fazit von Arjan und Jeroen eindeutig aus: „Wenn man die Möglichkeit hat, würde ich jedem Milchviehhalter empfehlen, auf Außenhaltung zu setzen. Wir sehen auf unserem Betrieb heute kräftigere Kälber, die sich deutlich besser entwickeln und schneller wachsen.“